Flora & Fauna

Brasilien hat die artenreichste Flora & Fauna der Welt. Jedes Jahr kommen neu entdeckte hinzu, da weite Teile der Wälder im Norden noch nicht erforscht sind. In keinem anderen Land gibt es so viele Wirbeltierarten - 3.000 -, Süßwasserfischarten - 3.000 - , Blütenpflanzenarten - 55.000 -, Säugetierarten - 524 - und Primatenarten - 51 - . Auch die meisten der bekanntesten Insektenarten trifft man in Brasilien an. Den zweiten Platz belegt Brasilien hinsichtlich der Amphibienarten - 517 - , den dritten Platz hinsichtlich der Vogelarten - 1.622 - und Palmenarten - 387 - und den vierten hinsichtlich der Reptilienarten - 468 -. Es gibt 34 Naturparks, 22 Bioreservate und zahlreiche andere Schutzgebiete. Insgesamt wurden ungefähr 4,2% (1997) des Landes unter Naturschutz gestellt. Es bestehen zwei Naturschutzgebiete im Rahmen des Weltnaturerbes und zwei andere Gebiete im Rahmen des Biosphärenprogramms der UNESCO.

Zur Famile der Luftpflanzen gehören neben den rund 25.000 Orchideenarten auch die Bromelien (links und rechts im Bild), ein Ananasgewächs, das auf Boden verzichten kann. Sie sitzen
auf Ästen und sammeln über trichterartige Blätter Wasser. In diesen leben in Symbiose vor allem Frösche und Insekten. Diese geben ihre Ausscheidungen als Dünger ab.
Auch sehr eindrucksvoll sind die reichlich vorkommenden Riesenfarne (rechts im Bild). (zum vergrößern Bilder anklicken)

Aufgrund des gleichmäßigen Klimas zeigen die Bäume keine Jahresringe, sie erreichen ein durchschnittliches Alter von 200-250 Jahren. Der Laubabwurf erfolgt bei manchen Arten über das Jahr verteilt, bei anderen bis zur Blattlosigkeit. Es gibt keine einheitliche Blütezeit.
Insgesamt gibt es in Brasilien über 50.000 verschiedene Blütenpflanzenarten.


Die Tierwelt Brasiliens ist außerordentlich artenreich, aber arm an größeren Säugetieren. 2/3 der Säugetiere im Regenwald sind nachtaktiv und schwer auszumachen. Das feuchte Klima nötigt sie nicht dazu, Wasserstellen aufzusuchen. Charakteristisch sind Säugetiere wie Faultier, Oppossum, Gürteltier und der Ameisenbär, der mit seiner bis zu 2m langen Fangzunge an seine Nahrungsquelle heranzukommen.
 
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