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Landschaftsformen
Geografisch kann Brasilien grob
in vier Regionen unterteilt werden: den langen, schmalen Küstenstreifen,
der sich von der Grenze zu Uruguay bis zum Staat Maranhão
entlang der Atlantikküste erstreckt; das große Hochland, das zu
etwa gleichen Teilen aus dem Zentralplateau und den Ebenen Amazoniens
besteht; das Pantanal im Zentralwesten und die Pampa im Süden.
| In Brasilien lassen sich hauptsächlich
9 verschiedene Vegetationszonen
unterscheiden: |
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1. Floresta Amazonica (Amazonas-Regenwald) im Norden
2. Cerrado (Savanne, Feuchtsavanne) im Nordosten
3. Mata dos Cocais (Kokoswälder) im Nordosten
4. Caatinga (Trocken- und Dornsavanne) im Nordosten
5. Mangues Litorâneos (u.a. Mangroven) gesamte Atlantikküste
6. Floresta Tropical, Mata Atlantica (tropischer Wald im Südosten)
7. Pantanal (Feuchtsavanne)
8. Mata das Araucárias (Gebirgsnadelwälder) im Hochland
des Südens
9. Campos Gerais (Pampa, Steppen) im äußersten Süden
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Amazonien
ist der weltweit größte tropische Regenwald. In keinem Ökosystem
leben so viele Tier- und Pflanzenarten. Er umfasst ein Fünftel
der Süßwasservorräte unseres Planeten.
Der Wald ist in Stockwerke gegliedert. Je nach Standort werden
3 verschiedene Waldarten unterschieden, die jeweils von einer
Vielzahl von Lebewesen bewohnt werden, die oft nur hier vorkommen.
Viele der Pflanzen- und Tierarten sind noch unbekannt. Es gibt
über 3.000 Baumarten. In diesem Lebensraum leben ca. 1.500
Fischarten, 2.000 Vogelarten und 250 Säugetierarten. (Zum
vergrößern und für mehr Infos bitte Bild anklicken) |
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Der Cerrado (Feuchtsavannen)
nehmen ca. 20% der Fläche Brasiliens ein. Es ist das zweitgrößte
Ökosystem Brasiliens in der Größe Westeuropas. Die offenen Landstriche
sind normalerweise grasbewachsene Ebenen, auf denen vereinzelt kleine
Bäume wachsen. Der 5-6 Monate andauernde Winter ist trocken. In
der Cerrado gibt es ca. 420 verschiedene Baum- und Straucharten.
Die Pflanzen werden in der Medizin, im Kunsthandwerk und zur Korkherstellung
benutzt. In der Tierwelt der Cerrados sind 400 Vogel-, 67 Säugetierarten
und etwa 30 verschiedene Typen von Fledermäusen bekannt. Doch die
Cerrados schwinden schnell. Die Nutzung zu landwirtschaftlichen
Zwecken, u.a. für den Anbau von Soja, haben den verfügbaren Lebensraum
für Wildtiere schrumpfen lassen, so dass z.B. der Mähnenwolf und
der Riesenameisenbär, beides einheimische Tiere, heute vom Aussterben
bedroht sind.
Caatinga wird die trockene Landschaft
bezeichnet, die fast den ganzen Nordosten bedeckt. Die Vegetation
besteht hauptsächlich aus Kakteen und dornigen Sträuchern, die sich
nach den seltenen, aber intensiven Regengüssen im Sommer in weiß
blühende, grüne Oasen verwandelt. Die Bodentemperaturen können bis
zu 60°C ansteigen, Flüsse, Teiche und der steinige Boden trocknen
aus. Da sich die östlichen Passatwinde am Küstenbereich abregnen,
liegt die Caatinga im Regenschatten und es herrscht ein Halbwüstenklima
mit teilweise nur 300mm Niederschlag im Jahr. Trotz der extremen
Bedingungen erweist sich die Caatinga als ein vielfältiges Ökosystem,
vor allem wegen der Fähigkeit der Anpassung der dort lebenden Wildtiere,
wie z.B. Ameisenbären und Gürteltiere.
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Die Mata
Atlântica stellt das Ökosystem dar, das am stärksten
durch Ansiedlung, Bewirtschaftung und Industrialisierung beeinflusst
wurde. Sie erstreckt sich über die Berge und Hochlagen
im Landesinneren des Südostens und entlang der Atlantikküste.
Die letzten Rückzugsgebiete für die noch ursprüngliche,
reiche Flora & Fauna sind die steilen Berghänge und
tiefen Schluchten der unzugänglichen Gebirge.
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Das Pantanal liegt
nur 90-100m über dem Meeresspiegel, ist fast so groß ist wie die
Schweiz und die größte Überschwemmungssavanne der Erde. Hier gedeihen
zahlreiche Büschelgräser, Schwimmpflanzen und offene Gehölze. Das
Besondere ist jedoch der einmalige Tierreichtum, der das Pantanal
zu einem der interessantesten Naturreservate Lateinamerikas macht.
Durch die fehlende Infrastruktur und die Abgeschiedenheit blieb
die einzigartige Natur erhalten. Hier gibt es unzählige Tierarten
wie Wild- und Wasserschweine, Jaguare, Affen, Piranhas, Brillen-Kaimane,
Anakondas und viele der 650 verschiedenen Vogelarten. Das Pantanal
ist eines der letzten Refugien der Welt für viele bedrohte Tier-
und Pflanzenarten. Seine Vegetation umfasst Savannen, Wälder, Wiesen,
Flüsse, Salzwasser-Lagunen und viele Tümpel.
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Im Süden ist die Vegetation subtropisch, Mangrovenvorkommen
reichen bis zur Küste von Santa Catarina. Am verbreitetsten
sind subtropische Feuchtwälder und Graslandschaften. Auf dem
Hochland existierten noch Restbestände von Araukarienwäldern,
immergrüne Nadelwälder, die großenteils für den Holzexport gerodet
wurden. Die bis zu 40m hohen Bäume dienen als ideale Lebensräume
für Affen und Eichhörnchen. |
Die Pampa erstreckt sich grenzüberschreitend
von Rio Grande do Sul bis nach Uruguay und Argentinien. Charakteristisch
für diese Region ist die gleichförmige und flache Landschaft. In
dieser Region herrscht subtropisches Klima mit milden Temperaturen
und regelmäßigen Niederschlägen. Die Vegetation besteht aus Gräsern.
Ungeachtet der wenigen Pflanzenarten ist die Erde äußerst fruchtbar.
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