Gesundheit

Für Ihre individuelle Gesundheitsfürsorge lassen Sie sich vor Reiseantritt bitte von Ihrem Arzt beraten! Eine Liste finden Sie . Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandskrankenversicherung bei einem Reiseversicherer abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Die Kosten für einen Krankheits- oder Unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland kann nur durch eine private Reise-Kranken-versicherung abgedeckt werden, da diese Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden. Eine genauere Beschreibung der Versicherungen und des Leistungsumfangs der besten Reiseversicherer erhalten Sie im Untermenü links unter Versicherungen oder direkt .

In Brasilien gibt es ein zweigeteiltes Gesundheitssystem. Während die Privatkliniken gut ausgestattet und professionell sind, ist das staatliche, jedem zugängliche System schlecht. Eine Grundversorgung ist zwar gewährleistet, besser ist jedoch bei akuteren Fällen eine Privatklinik aufzusuchen. Die obligatorische Reisekrankenversicherung übernimmt die Kosten. Bei kleineren Fällen, die mit Medikamenten behandelt werden können, ist es üblich, direkt in die Apotheke (Pharmacia) zu gehen. Medikamente können ohne Rezept erworben werden. Sprachkenntnisse sind hier von Vorteil. TerranovaBrasil.com hat die besten Kliniken und Ärzte für den Notfall herausgesucht und aktualisiert ständig Adressen und Telefonnummern.

Impfschutz - Empfehlungen

Für Brasilien werden die gängigen Impfungen empfohlen. Für das Reisen in Brasilien gilt wie in anderen Ländern auch, dass sich die meisten Krankheitsfälle durch angemessene Maßnahmen verhindern lassen. Frisches Obst und Gemüse sollte nicht mit Leitungswasser gewaschen und nur geschält verzehrt werden. Wasser sollte nur aus der Flasche getrunken werden, darauf achten, dass der Verschluss original ist. Auf den Verzehr von Eiern und rohem Fleisch sollte verzichtet werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Vor Mückenstichen kann man sich durch angemessene Kleidung, Moskitonetz und Lotionen schützen.

Impfung Impfschutz Anmerkung
Diphtherie ja alle 10 Jahre Auffrischung
Gelbfieber ja (Risikogruppen)  
Hepatitis A ja alle 10 Jahre Auffrischung
Hepatitis B ja (Risikogruppen) alle 10 Jahre Auffrischung
Tetanus ja alle 10 Jahre Auffrischung
Tollwut ja (Risikogruppen)  
Typhus ja (Risikogruppen)  
Eine Impfempfehlung besteht für die Einreise nach: Acre, Amapá, Amazonas, Goiás, Maranhão, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins, sowie bestimmte Regionen in Minas Gerais, Paraná und São Paulo.

Landesweit besteht Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten - Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen - die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Diese lassen sich durch sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen weitestgehend verhindern. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ist ein Hepatitis A-Impfschutz generell empfohlen. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen, in Regionen mit erhöhten Typhusvorkommen, ist ein Typhus - Impfschutz sinnvoll.

Einzelheiten:
Krankheit Anmerkung
Aids Infizierte: 580.000 bis Ende 1997 (Erkrankte 129.000)Erw. (15.-49.Lebensjahr) Gesamtbevölkerung: 0,63%Schwerpunkt in Rio und São Paulo
Bilharziose Geringes Infektionsrisiko. Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, in Mato Grosso und Amazonasbecken
Cholera Acre, Alagoas, Amapá, Amazonas, Bahia, Ceará, Espírito Santo, Maranhão, Mato Grosso, Minas Gerais, Pará, Paraíba, Paraná, Pernambuco, Piauí, Rio de Janeiro, Rio Grande do Norte, Rondônia, São Paulo, Sergipe, Distrito Federal
Dengue-Fieber Mittleres Infektionsrisiko in der Küstenregion
div. Darminfektionen Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) - Infektionsrisiko normal bis stark
Gelbfieber Infektionsrisiko im Landesinneren in: Amapá, Acre, Amazonas, Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima

Cholera
Erkrankungsfälle werden vor allem aus dem Nordosten des Landes, aus dem Staat Pernambuco, gemeldet. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist sehr gering (ca. 1 : 500.000). Sorgfältige Hygienemaßnahmen werden stets empfohlen. Von Passagieren, die über den Schiffsweg die brasilianischen Häfen auf Frachtschiffen anlaufen, wird zuweilen der Nachweis einer Cholera-Impfung gefordert. Reisende die durch Luft- oder Landweg nach Brasilien reisen sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Dengue
Im Süden des Landes entlang des Parana mit den Iguaçu-Wasserfällen und aus Minas Gerais wurden in der vergangenen Zeit vermehrt Dengue-Erkrankungsfälle gemeldet. Die meisten Erkrankungen werden aus Foz do Iguaçu und Ciudad del Este gemeldet. In den meisten Fällen betrifft es die einheimische Bevölkerung, selten den Reisenden. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht, die durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen werden. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen unbedingt empfohlen (hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc.). Eine Impfung gegen Dengue-Fieber gibt es nicht.

Gelbfieber
Im vergangenen Jahr wurden ca. 60 Gelbfieber Erkrankungs- und 23 Todesfälle gemeldet. Bei den meisten Erkrankungsfällen handelte es sich um Einheimische der Landbevölkerung von Minas Gerais entlang des Guanheas Flusses (aus dem Serrogebiet). Zu den Gelbfiebergebieten Brasiliens zählen die Staaten Amapá, Amazonas (v.a. Iiha de Marajo), Goiás, Maranhão, Mato Grosso do Sul, Roraima, Pará, Rondônia, Tocantis, bestimmte Regionen von Minas Gerais, Parana und São Paulo, im Dreiländerdreieck das Grenzgebiet zu Paraguay sowie die angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay (v.a. in den Provinzen Missiones und Corrientes). Das Infektionsrisiko ist für Reisende gering, trotzdem ist bei Reisen in die genannten Gebiete Impfschutz und sorgfältiger Mückenschutz empfohlen. Nach Aufenthalt in einem Land mit Gelbfiebervorkommen (auch bei Reisetransfer durch ein solches Land) wird eine Gelbfieber-Impfbescheinigung bei Einreise verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter dem 9. Lebensmonat.

Malaria
Risikogebiete: hohes Risiko in den Regenwaldgebieten unter 900m folgender Staaten: Acre, Amapá, Maranhão (im Westen), Mato Grosso (im Norden), Pará (außer Belém City), Rondônia, Roraima und Tocantins. Allgemein hohes Übertragungsrisiko in den Urwaldregionen und landwirtschaftlichen Nutzungsflächen. Geringes Übertragungsrisiko in den Städten: Porto Velho, Boa Vista, Macapá, Manaus, Santarém, Maraba. Außerhalb der Staaten der Legal Amazônia ist das Malariarisiko sehr gering bzw. nicht vorhanden.
Eine Chemoprophylaxe ist bei Reisen in Malariagebiete grundsätzlich empfehlenswert und kann das Risiko auch in Gebieten mit Verbreitung von multiresistenten Malaria tropica Erregern nach wie vor wesentlich reduzieren. Bei einer ungenügenden Chemoprophylaxe in Resistenzgebieten soll zudem eine therapeutische Dosis einer Notfallmedikation mitgeführt werden, die bei malariaverdächtigen Symptomen und nicht erreichbarer ärztlicher Hilfe eingenommen wird. Dies sollte jedoch nur eine Notfallmaßnahme bis zum Erreichen ärztlicher Hilfe darstellen. Die alleinige Mitnahme eines Malaria-Medikamentes zur eventuellen notfallmäßigen Selbstbehandlung ohne prophylaktische Medikamenteneinnahme kommt in Betracht bei:
- kurzfristigem Malariarisiko
- Reisen in Gebiete mit sehr geringem Malariavorkommen
- bekannter Unverträglichkeit einer Malariaprophylaxe

(Alle Angaben ohne Gewähr)

 
- Copyright ©2004 TerranovaBrasil.com - All rights reserved -