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| Zeugen
der Vergangenheit Brasilien unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom übrigen Südamerika. Geologisch betrachtet besteht es aus einem einzigen archaischen Granitsockel, an den sich das junge andine Südamerika erst viel später angeschlossen hat. Vor allem entlang der Atlantikküste treten die Spitzen der Felsen als älteste Stücken der Erdoberfläche zutage. Von Süd- bis in den Nordosten begegnet man immer wieder abgerundeten Monolithen, aber so markant wie hier in Espírito Santo sind sie selten. Vor Jahrmillionen stieg die Serra do Mar aus dem Ozean auf. Sie wäre immer weiter gewachsen, doch die nachwachsenden Zinnen und Kronen stürzten westwärts, buken zusammen und bildeten so eine enorme Landmasse, den "Escudo Brasilieiro". Vor ca. einer Million Jahren brach im Hinterland vom heutigen Bundesstaat São Paulo einer gewaltiger Vulkan aus und überzog das Land, auf dem sich heute außer São Paulo, Rio de Janeiro, Mato Grosso, Minas Gerais und Espírito Santo befindet, mit einer Lavaschicht. Daraus entstand ein fruchtbarer, rötlicher Mutterboden mit gewaltiger Tiefe, die "Terra Roxa". Nur die höchsten Erhebungen der darunterliegenden Granitschicht blieben sichtbar. Wasser und Wind hatten lange Zeit, diese Landschaft zu bearbeiteten, fehlender Frost verhinderte jedoch eine schnelle Erosion. Auf diese Weise entstand eine einmalige Naturlandschaft.
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