Die "Bandeira Brasileira" gibt es erst seit 1889. Sie wurde in einer Nacht vor dem Sturz Dom Pedros II. und der Ausrufung der Republik entworfen und hat seitdem jeden politischen Wandel überstanden. Sie ist eine der wenigen unverkennbaren Nationalflaggen der Welt. Jedes Detail hat seinen Hintergrund, sie symbolisiert aber mehr die Träume und Visionen der Brasilianer als die Wirklichkeit - sie ist ein Hoffnungsträger.

Die Sterne sind ein Schnappschuss des morgendlichen Himmels über Rio des 15. November 1889, dem Tag der Ausrufung der Republik. Im Mittelpunkt befindet sich das für die Navigation der portugiesischen Seefahrer wichtige "Kreuz des Südens". Damit kommt auch die Verwurzelung der Kultur mit dem einstigen Mutterland zum Ausdruck. Jeder Stern ist je nach Größe und Position für einen Bundesstaat bestimmt.

Der Wortlaut "Ordem e Progresso" - "Ordnung und Fortschritt" stammt vom Philosophen Auguste Comte (1798-1857). Allerdings ist der Wortlaut nicht ganz vollständig. Das Prinzip von Comte basiert auf dem Positivismus, das die Liebe als Prinzip, die Ordnung als Basis und den Fortschritt als Ziel definiert.

Das Grün steht für die üppige Flora und Fauna, sie symbolisiert aber auch die Sympathie, Großzügigkeit und Höflichkeit der Brasilianer. Das Gelb soll die Reichtümer des Bodens zeigen. Das Blau steht für den Umhang der Jungfrau Maria.

Trotz der vielen Einzelheiten verschmilzt sie zu einem Ganzen, so wie auch die Völker und Kulturen diesen riesigen Landes.

 

 
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